memoria21 - Konzept

Das Projekt begreift Holocaustliteratur als übergeordneten Begriff. Es schließt dabei Überlieferungen verschiedener Autorinnen und Autoren ein, die von der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik existenziell betroffen waren. Die Überlebenden haben ihre persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen in eigene Worte gefasst, um Zeugnis abzulegen. Dafür wurden vielfältige literarische Gattungen genutzt, wie autobiographische Berichte und Romane, philosophische Essays, Kurzgeschichten, Gedichte, Theaterstücke sowie wissenschaftliche Studien.

Die Zeugnisse der Überlebenden des Holocausts stammen aus den Außenlagern und Außenkommandos in der Region Oberschwaben und werden in einem Textkorpus zusammengestellt.

In einer Datenbank sind diese Texte aufbereitet und einer öffentlichen Suche zugänglich gemacht. Die bibliographierten Texte der Datenbank sind mit einschlägigen Homepages von Gedenkstätten und Bildungsträgern vernetzt, um einen webbasierten Austausch über den Themenbereich Holocaust zu ermöglichen.

Das multimediale Informationsangebot wird durch Hördateien, Textproben und Linklisten erweitert.

In allen Schularten steht die Thematik Holocaust in einem unmittelbaren Zusammenhang zur Werteerziehung. Aus dem Textkorpus werden geeignete Texte für die Sekundarstufe I und II ausgewählt. Dazu wurden fächerübergreifende didaktische Bausteine entwickelt.

Das Projekt versteht sich als „work in progress“ und ist an weiteren Texten und ihrer Erfassung in der Datenbank interessiert.